Gemeinsam mit der Feuerwehr Mötz führten wir am 18. April die Abschnittsübung des Abschnitts Inntal–Mieminger Plateau in Silz und Mötz durch.
An der diesjährigen Abschnittsübung nahm jede Feuerwehr des Abschnitts mit einem Fahrzeug teil. Insgesamt waren fünf unterschiedliche Stationen in Silz und Mötz zu bewältigen. Jeweils zwei Feuerwehren wurden gemeinsam zu einer Station eingeteilt und mussten die gestellten Aufgaben eigenständig abarbeiten. Im Anschluss erfolgte nach jeder Station eine kurze Übungsnachbesprechung.
Die einzelnen Stationen wurden von Kommandanten aus dem Abschnitt beobachtet. Zudem verfolgten Abschnittskommandant ABI Michael Haslwanter gemeinsam mit Bezirksvertreter BV Johannes Tschuggnall sowie weiteren Kommandanten und deren Stellvertretern die Übungen und das Vorgehen der eingesetzten Kräfte.
Die einzelnen Übungsstationen im Überblick:
Station „Brand Einfamilienhaus“
Angenommen wurde hier ein Zimmerbrand in einem Einfamilienhaus. Eine Person machte sich an einem Fenster bemerkbar, eine weitere galt als vermisst. Die Aufgaben bestanden darin, eine Person am Fenster mittels Steckleiter zu retten, die weiter vermisste Person im Gebäude aufzufinden und zu retten sowie den Brand zu bekämpfen. Zusätzlich musste eine Wasserversorgung mittels Tragkraftspritze über einen Bach aufgebaut werden.
Station „Gefahrgut“
Hier wurde ein Austritt eines unbekannten Stoffes aus einem IBC-Behälter angenommen. Eine verletzte Person lag vor dem Container. Die Feuerwehren musste eine Crash-Rettung durchführen, die kontaminierte Kleidung entfernen und die betroffenen Hautstellen durch ausgiebiges Spülen mit Wasser dekontaminieren, bevor die Übergabe an den Rettungsdienst erfolgte.
Station „Verkehrsunfall“
Bei dieser Station handelte es sich um einen Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Ein Fahrzeug drohte weiter abzustürzen und musste gesichert werden. Unter dem darunterliegenden Fahrzeug war eine Person eingeklemmt, die mithilfe von Hebekissen befreit werden musste.
Station „Brand Wiese“
Übungsannahme war ein ausgedehnter Wiesenbrand. Vor Ort stand ein Rollcontainer mittels Waldbrandausrüstung zur Verfügung. Die Feuerwehren mussten Löschrucksäcke befüllen und den Brand damit bekämpfen. Zusätzlich wurde der Boden mit Spezialwerkzeug aufgelockert und umgegraben, um Glutnester zu beseitigen.
Station „Paragleiterabsturz“
Ein Paragleiter war in einem Baum hängen geblieben. Ein Holzarbeiter, der helfen wollte, wurde dabei selbst verletzt und unter einem Holzhaufen eingeklemmt. Mithilfe von Hebekissen musste der Holzhaufen angehoben werden, um den Arbeiter zu befreien. Parallel dazu wurde der Paragleiter von der zweiten Feuerwehr aus dem Baum gerettet.
Nach rund drei Stunden intensiver Übung mit abwechslungsreichen Szenarien fand eine abschließende Übungsnachbesprechung statt. Im Anschluss wurden alle Teilnehmer von der Feuerwehr Mötz bestens verpflegt und ließen den gelungenen Übungstag in kameradschaftlicher Atmosphäre gemütlich ausklingen.
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